AllgemeinÖsterreichs Faustball-Elite trifft sich in Nußbach

13. September 2021

NUSSBACH. Mitte September wird Nußbach für ein Wochenende zum Nabel der Faustball-Welt. Am 18. und 19. September spielen Österreichs beste Bundesligateams der Frauen und Männer beim „Faustball Bundesliga Final3 presented by Raiffeisen Region Kirchdorf“ um die Staatsmeistertitel. Bei den Frauen gehen die Gastgeberinnen der Union Haidlmair Schwingenschuh Nußbach als amtierende Meisterinnen ins Rennen. Bei den Männern will Serienmeister Vöcklabruck wieder Gold. Doch nicht nur sportlich, sondern auch beim Rahmenprogramm wird einiges geboten. Neben einer Party im Festzelt am Samstag gibt es auch einen Frühschoppen am Sonntag und am gesamten Wochenende eine Junior Arena für die jungen Gäste.

Das Event im Überblick

Mitte September duellieren sich Österreichs beste Faustball-Mannschaften der Frauen und Männer beim „Faustball Bundesliga Final3 presented by Raiffeisen Region Kirchdorf“ auf der Nußbacher Sportanlage. Mit einer großen Tribüne mit 800 Sitz- und Stehplätzen wird der Sportplatz in einen Hexenkessel verwandelt – die Haidlmair Schwingenschuh Arena. Für die Gäste wird neben Faustball auf Top-Niveau auch ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten. Das Festzelt mit 400 Sitzplätzen wird am Samstagabend zum Partyzelt, Sonntag morgens findet dort dann ein Frühschoppen statt. Doch nicht nur die großen Gäste, auch die Kleinsten kommen auf ihre Kosten, neben einer Hüpfburg wird eine eigene Junior Arena errichtet. Aber auch diejenigen, die nicht vor Ort dabei sein können, haben die Chance live dabei zu sein. Ein Livestream in HD-Qualität mit Expertenanalysen ist weltweit kostenlos verfügbar und Teile des Events werden auch live in ORF Sport Plus übertragen. „Wir wollen unseren Gästen ein Wochenende voller Unterhaltung und gutem Sport bieten. Daran arbeiten wir bis zur letzten Minute!“, zeigt sich OK-Chef Marco Salzberger motiviert. Sein Team arbeitet bereits mehr als ein Jahr auf das Event hin – insgesamt wurden bereits 13 OK-Sitzungen abgehalten. Auch der Österreichische Faustball-Verband freut sich, mit Nußbach einen engagierten Ausrichter gefunden zu haben. Vizepräsident Peter Oberlehner meint auch: „Ein großes Danke gilt dem Veranstalter für die Ausrichtung des Final3. Nach der Frauen- und Jugend-WM in Grieskirchen und dem EFA Champions Cup in Vöcklabruck ist dies das dritte Faustball-Großevent in diesem Jahr.“

Die Teams sind heiß auf das Finale

Ein besonderer Ansporn ist auch die Teilnahme der eigenen Frauenmannschaft. Nicht zuletzt sind Nußbachs Bundesliga-Frauen Titelverteidiger und wollen beim „Finale dahoam“ ihren Titel verteidigen. Die Chancen stehen gut, denn das Team hat den direkten Finaleinzug geschafft. Im Finale treffen sie auf die Sieger des Semifinales zwischen ASKÖ Seekirchen (Hallenmeister) und ASKÖ Laakirchen Papier. Mit Seekirchen hat Nußbach noch eine Rechnung offen, denn beim Hallen-Final3 haben die Salzburgerinnen die Kremstalerinnen im Finale entthront. Doch Seekirchen-Obmann Gerhard Strasser sieht sein Team auch dieses Mal in der Außenseiterrolle: „Wir sind das erste Mal bei einem Feld-Final3 dabei, das alleine ist schon ein sehr großer Erfolgt. Nun müssen wir von Spiel zu Spiel denken und konzentrieren uns erst einmal auf das Halbfinale gegen Laakirchen.“ Auch für Laakirchen liegt nach den engen Viertelfinalspielen gegen Urfahr der Fokus zuerst auf dem Halbfinale. Zuspielerin Emma Dallinger hält fest: „Wir freuen uns schon sehr auf das Final3, unser Ziel ist es am Ende den Meisterteller in Händen zu halten.“

Doch da haben auch die Titelverteidigerinnen aus Nußbach noch ein Wörtchen mitzureden. Sie wollen nach der Silbermedaille in der Halle und dem undankbaren vierten Platz beim Europacup endlich wieder zurück aufs Siegerpodest. „Wir haben uns in den letzten Wochen sehr gut auf das Final3 vorbereitet und auch schon beim Europacup gezeigt, dass wir in Top-Form sind, nun wollen wir vor unseren heimischen Fans den Titel wieder nach Nußbach holen!“, gibt Nußbach-Zuspielerin das Ziel vor.

Bei den Männern hat ebenfalls der Titelverteidiger – die Union Tigers Vöcklabruck – den direkten Finaleinzug geschafft. Die Tigers befinden sind in der Österreichischen Bundesliga seit nunmehr über 2 Jahren ungeschlagen – die letzte Niederlage gab es aber genau im Finale beim Final3 in Grieskirchen 2019. Nach dem Sieg beim EFA Champions Cup (= Europacup) sind die Tigers aber heiß auf den nächsten Titel und das nächste Großevent. „Wir freuen uns schon sehr auf das Finale, das ist in diesem Jahr auch etwas Besonderes wieder vor Fans – vielleicht sogar vor vollem Haus zu spielen.“, meint Vöcklabrucks Angreifer Maximilian Huemer. Der Gegner im Finale heißt entweder Union Compact Freistadt oder AWN TV Enns. Für Freistadt ist das Final3 mittlerweile wie auch für Vöcklabruck ein Fixpunkt. In den letzten Jahren war das Mühlviertler Team immer vertreten. Der letzte Meistertitel liegt allerdings schon vier Jahre zurück. Schafft Freistadt den Sprung ins Finale, dann kommt es zur Neuauflage des EFA Champions Cup Finales vom August. Der junge Freistädter Abwehrspieler Marcel Wiesinger freut sich auf das Event: „Für mich persönlich ist das das erste Feld- Final3, darauf freue ich mich schon sehr. Wir hoffen auf ein heißes Match im Halbfinale und wollen den Finaleinzug schaffen. Gegen Vöcklabruck sind wir Außenseiter, aber bei einem Finale ist immer alles möglich.“. Ganz anders die Ausgangslage für den AWN TV Enns. Das junge Ennser Team hat erstmals in der Vereinsgeschichte den Einzug ins Final3 geschafft und möchte dort wie bereits in der Saison mit Top-Leistungen glänzen. Angreifer Gustav Gürtler sieht sein Team in der Außenseiterrolle: „Der Druck ist nach dem Viertelfinalsieg von uns abgefallen. Jetzt können wir befreit aufspielen und zeigen was wir können.“, dass ein Sieg keine leichte Aufgabe wird, ist ihm klar: „Beim Final3 spielen wir gegen die aktuell besten zwei Clubs in Europa, da muss man auf Top-Niveau spielen. Aber wir wollen den Fans in Nußbach zeigen was wir können und unseren gesamten Verein mit einem starken Auftritt beim Event belohnen. Dann wird sich zeigen was möglich ist.“, so Gürtler.

Doch auch Verbands-Vizepräsident Peter Oberlehner freut sich über die Teilnahme von Enns und auch Seekirchen: „Als Verband freuen wir uns natürlich auch besonders, dass neue Vereine in der Spitze mitmischen und mit Enns ein absoluter Final3-Neuling mit dabei ist. Aber auch dass Seekirchen als Salzburger Verein mit dabei ist. Das zeigt, dass sehr gute Vereinsarbeit geleistet wird.“

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